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Der Schluchsee wird seit
seiner Aufstauungen im Jahr 1932 grösster Schwarzwaldsee.
Erstmals in einer Urkunde des Jahres 983 erwähnt, bei der es sich
allerdings vermutlich um eine Fälschung handelt.
Der am Ostufer des Sees gelegene Ort kam um 1083/88 durch eine Schenkung
Kaiser Otto I. an das Kloster St. Blasien.
Im Jahr 1562 wurde in Schluchsee eine Badestube am See eröffnet.
Der Fremdenverkehr in Schluchsee setzte allerdings erst im 19. Jahrhundert
ein, nachdem englische
Sportfischer den See für ihr Hobby entdeckten.
Ursprünglich war der See ca. 3,5 mal kleiner als heute. Seine Existens
verdankt der Schluchsee der ehemaligen
Vergletscherung des Feldberg-Gebietes.
Während des Abklingens der letzten Eiszeit (Würmeiszeit) hatte der
Aha-Schluchseegletscher bei Seebrugg eine Endmoräne hinterlassen. Nach
Abschmelzen dieses Gletschers sammelten sich die Schmelzwasser in dem
durch die Endmoräne
abgerigelten und glazial übertieften Aha-Schluchseetal. Dadurch entstand
der Urschluchsee.
Beim weiteren Rückzug der verschiedenen Feldberggletscher wurde die kräftig
rückwärts schreitende Erosion der Schwarza des glazialen Stausees zum
Rhein hin geschaffen.
Durch die Aufstauung des ursprünglichen Gletschersees ist der Schluchsee
heute der grösste Schwarzwaldsee.
Der in 930 m Höhe gelegene Stausee ist somit der höchstgelegene
betauchbare Stausee Deutschlands.
Er hat eine Länge von ca.7,5 km und eine Breite von ca. 1 km.
Die tiefe des Ursee beträgt ca. 65 m.
Mit einer Wasserfläche von über 5 Millionen m² dient der Schluchsee als
Energiespeicher mit einem Energieinhalt von 145 Millionen Kilowattstunden.
Die Staumauer mit einer Kronenlänge von 250 Meter, einer Höhe von 63,5
Metern und einem Mauerinhalt von 124 Mio. Kubikmetern
ist das grösste Bauwerk des Schwarzwalds.
Neben der umweltfreundlichen Energiegewinnung gilt der Schluchsee, einer
der saubersten Badeseen Deutschlands, als Wassersportzentrum des
Schwarzwalds.
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