Galerie
Bilder aus vergangenen Tagen





Meine alte Heimat
Sieben alte Häuser standen einst im schönen Ahatal,
Heute kann man nur sagen, es war einmal. Nur kurze Zeit hat der See mir
freigegeben, den Ort,wo ich meine Jugend durft erleben. Wie freute ich mich dass
ich alles fand,an dem Platz wo meine alte Heimat stand. Zuerst grüßt mich das
Bächlein, noch im gleichen Bett.
Schön unterm Brückle durch läuft es, von früh bis
spät. Von unserm Brunnen, ein Rest lud zum sitzen ein, da muss doch die
Poststraße in der Nähe sein.
Tatsächlich kam ein stück teer aus dem Schlamm
heraus,und daneben gleich die Reste vom alten Elternhaus. Ich fand noch den
Stein zum Eingang ins Elternhaus. Und die grünen Kacheln vom Ofen fand ich
heraus.Auch die Platte von der Ofenbank, wie soll ich´s vergessen, im Winter
bin ich mit der Großmutter oft dort gesessen. Die Steine vom Fundament, aus
hartem Granit,
kein Andenkenjäger nahm sie mit. Das schöne Kreuz,
gemeißelt aus Stein,
zwei gesunde Birken rahmten es ein. Die kleinen
Wurzeln, es ist kaum zu glauben, auch dieses konnte das Wasser nicht rauben. Nun
schaute ich wie es bei den Nachbarn ist geworden. Was war aus dem großen Stein
geworden,
wo ich so oft drauf geklettert so munter, und fiel
auch auf der anderen Seite runter. Der Eingang von Nachbars scheuer ist so gut
erhalten, ob die neuen mauern auch so lange halten? Der schöne Wald, ganz nahe
beim Haus,
dort kam auch am Tage die Rehfamilie heraus. Zwar
holte der Fuchs oft die Hühner, wie schlau, er brachte sie seinen Kindern im
Bau. Nun wollte ich nochmals meinen vertrauten Schulweg gehen, vom schönen Wald
kann man ja nur noch die Stümpfe sehn. In der alten Schule lernte ich noch die
deutsche Schrift, und wie wichtig das 1 x 1 ohne Taschenrechner ist. Die Säge
am Bach, zwar bescheiden und klein, trotzdem passten dort viele Kinder herein,
aber alle sind groß und tüchtig geworden, auch ohne Gläschen – Kinderkost
aus verschiedenen Sorten. Ganz in der Nähe noch ein Försterhaus stand, auch
von den anderen Häusern ich die Überreste fand. Unser Spatzenbrunnen den so
viele bestaunten, dort in der nähe wurde er aus einem Stück gehauen, von einem
Italiener, der immer viele Ziegen hatte und im Diesenhof seine Wohnung hatte.
Der Ahabach war für uns Kinder das Paradies, manch
gute Forelle sich mit der Hand fangen ließ. Es gab noch keinen sauren Regen,
kein kranker Fisch, alles kam ohne Kunstdünger auf den Tisch. Es gab noch
keinen Stress, Migräne und alles aufs schnelle, aber es gab auch noch keine
Dauerwelle. Leider sind die alten Bewohner fast alle Tot, jeder hatte seine
Arbeit, sein täglich Brot. Das alles war für mich nur ein kurzer Traum und
doch sind es 50 Jahre, man glaubt es kaum. Wie damals deckt das Wasser bald
alles wieder zu und das kleine Brücklein beim alten Haus hat für immer seine
Ruh.
Dies Gedicht.:
Zur Seeabsenkung im Jahre 1983